Hohenems-Lexikon 2. Auflage

Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seine Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

Diese Worte von Hermann Hesse haben vielleicht auch viele Hohenemserinnen und Hohenemser beflügelt, mit dem „Hohenems-Lexikon“ sich selbst oder auch Freunde und Bekannte zu beschenken. Denn die Nachfrage nach dem Lexikon war unerwartet groß, sodass die Erstauflage innerhalb von zwei Wochen vergriffen war.

Dies war Ansporn für das Autorenteam, die Arbeit für eine Neuauflage in Angriff zu nehmen. Abgesehen von Lob, über das wir uns natürlich gefreut haben, gab es auch einige Wünsche von Leserinnen und Lesern nach Ergänzungen und Richtigstellungen, für die wir sehr dankbar sind und die in den Text eingearbeitet wurden.

Das Rad der Geschichte bleibt ja nicht stehen und permanent gibt es neue Ereignisse – sei es in den Bereichen Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion oder in Vereinen -, die in ein Lexikon aufgenommen werden sollen. Neue Forschungsergebnisse aus den Archiven erweitern die Abbildung der Gesellschaft und ihrer Lebenswirklichkeit, weshalb ein Hohenems-Lexikon nicht den Anspruch der Vollständigkeit erheben kann, auch wenn wir uns in dieser Hinsicht sehr bemüht haben.

So sind wir im Zuge weiterer historischer Recherchen auf die erstmalige Verleihung der Ehrenbürgerschaft von Hohenems (bereits 1869 an Dr. Johann Baptist Guntram Hämmerle) gestoßen. Ebenso gibt es zur Person von Schwester Oberin Joachima Profanter, die 1903 mit dem Ehrenbürgerrecht ausgezeichnet wurde, mehr zu erfahren. Neben verstorbenen und lebenden Hohenemser Persönlichkeiten und Aktualisierungen finden sich in dieser Ausgabe Ergänzungen zu Vereinen, Geschäften, Unternehmen, aber auch über ehemalige Bäckereien, Friseure, Metzgereien, Schuhmacher usw.

Beispiele für neue Stichwörter: Aron-Tänzer-Platz, Haus der Gesundheit, Kindertransport, Mineralien, Spottnamen über die Emser, Stadtärzte, Scharfrichter, das ehemalige Café Witzigmann, gräfliche Zwangsmühle und viele andere. Insgesamt wurden etwa 150 zusätzliche Stichwörter in die Neuauflage des Lexikons aufgenommen und weiterführende Literaturangaben hinzugefügt und der Buchumfang somit erweitert.

Dafür möchte ich an dieser Stelle dem Autorenteam – vor allem dem Schriftleiter Dr. Norbert Peter – besonders herzlich danken. In intensiver Kleinarbeit haben die Mitarbeitenden versucht, neue Stichwörter zu sammeln und einzuarbeiten, bereits vorhandene zu überarbeiten oder zu aktualisieren

Wir hoffen, dass diese Ausgabe eine ebenso wohlwollende Aufnahme wie die erste Auflage findet und das „Hohenems-Lexikon” zu einem für Hohenems unentbehrlichen Nachschlagewerk wird. Der Volksmund sagt: „Wie wenig wir wissen, erkennen wir, wenn unsere Kinder oder Enkelkinder anfangen zu fragen.“ Da ist Lesen im Lexikon nicht nur die schönste Nebensache der Welt, sondern auch hilfreich.

                                                                                                                     Mag. Edmund Banzer

                                                                                           Präsident des Kulturkreises Hohenems