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Jahr, 2022, Nachverfolgen, Neujahr

WIR WÜNSCHEN EUCH EIN ERFOLGREICHES JAHR

11.06.2022: Graubündenfahrt-Val Mesox/Mesocco und Val Schons/Roffla/Glugin

Bericht von Bernd Tost in den VN-Heimat am 24.06.2022

29.04.2022: Mütter und Töchter – Eine Geschichte von Liebe und Finsternis / von Mag. Roswitha Fessler

(Vortrag gehalten am 29.4.2022 im Café Kitzinger)

Sind Mutterschaft und Mutterliebe zeitlose Phänomene oder kulturellen Einflüssen unterworfen?

Wie wirkt sich die Mutter-Tochter-Beziehung auf die Identitätsbildung und das Leben der Töchter aus?

Diese Fragen versucht der Vortrag mit einem Blick in die Geschichte zu beantworten: von den Höhlenmüttern der Altsteinzeit bis zu den Müttern „guten Blutes“ im Nationalsozialismus und dem Mutterbild der Gegenwart.

Im ersten Teil wird die sich wandelnde Bedeutung der Mütter beleuchtet:

  • Die Vorstellung der Menschen der Altsteinzeit, die Frau allein würde neues Leben erschaffen –
  • die Erkenntnis in der Jungsteinzeit, dass auch der Mann bei der Erzeugung eines Kindes eine Rolle spielt  – und
  • die Abwertung des weiblichen Beitrags an dessen Entstehung in der Antike, vor allem durch Aristoteles.

Außerdem wird der Frage nachgegangen, ob die Rolle der Mutter ausschließlich von der Natur vorgegeben oder auch von der Gesellschaft geprägt und immer wieder verändert wurde. Dies wird mit einem Blick auf verschiedene indigene Völker und mit Hilfe historischer Beispiele beantwortet. Der Einfluss von Philosophen der Aufklärung auf das Mutterbild und die Definition der Mutterliebe sowie die Entstehung von Theorien im 19. Jahrhundert, die der Mutter die alleinige Verantwortung für die Entwicklung des Kindes zuschrieben, werden in der weiteren Folge erörtert.

Die Ideologisierung der Mutterschaft im Austrofaschismus und Nationalsozialismus und die Kritik an der traditionellen Mutterrolle durch den aufkommenden Feminismus Ende der 1960-er Jahre sind weitere Themen.

Im zweiten Teil wird anhand literarischer Beispiele das idealisierte Mutterbild hinterfragt. Themen der meist autofiktionalen Romane ab der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jh. bis in die Gegenwart sind:

  • die Loslösung von der Mutter und ihren Wertvorstellungen
  • das Ausbrechen aus der traditionellen Rolle durch die Töchter
  • die Belastung durch die Vergangenheit von Nazimüttern
  • die Auswirkungen der Lebensumstände der Mütter und Großmütter auf die Mutterschaft der Töchter
  • das Aufräumen mit dem Mythos der selbstlosen Mutterliebe
  • die Schuldgefühle von Müttern und Töchtern

Bildernachweis: Karl Theodor von Piloty: Die besorgte Mutter (MutualArt) Berthe Morisot: Die Wiege (Kunst-fuer-alle.de) Edvard Munch: Erbschaft (de.wahooart.com) Emile Munier: Mother and Child (artnet.com) Edwin Harris: Portrait of a Mother and a Daughter (artrenewal.org) Rosanna Duncan Lamb: Mother and Daughter (reprodart.com) Joseph Budko: Mutter und Tochter (Wikimedia Commons)

Literaturliste „Mütter und Töchter“

Primärliteratur:

Blum, Hila: Wie man seine Tochter liebt. Piper Verlag 2022

Breznik, Melitta: Mutter. Chronik eines Abschieds. München 2020

Bronnen, Barbara: Die Tochter. München 1996          

Christ, Lena: Erinnerung einer Überflüssigen. Rumplhanni. Madam Bäurin. München 2002 (Neuausgabe, List Verlag)

Drewitz, Ingeborg: Eis auf der Elbe. Düsseldorf 1982

Fallwickl, Mareike: Die Wut, die bleibt. Rowohlt 2022

Franck, Julia: Die Mittagsfrau. Frankfurt am Main 2007 ( 11. Aufl. 2008)

Franck, Julia: Welten auseinander. Frankfurt am Main 2021

Frischmuth, Barbara: Woher wir kommen. Berlin 2019 (3. Auflage)

Jelinek, Elfriede: Die Klavierspielerin

Moser, Milena: Mehr als ein Leben. Kein&Aber Verlag, 2022

Mitgutsch, Waltraud Anna: Die Züchtigung. Düsseldorf 1985

Novak, Helga M.: Die Eisheiligen. Frankfurt am Main 1998

Popp, Adelheid: Jugend einer Arbeiterin. Wien 2019 (Neuauflage)

Reichart, Elisabeth: Februarschatten. Berlin und Weimar 1985

Roedig, Andrea: Man kann Müttern nicht trauen. München 2022

Rosales, Caroline: Das Leben keiner Frau. Berlin 2021

Schneider, Helga: Lass mich gehen. München 2003

Schrobsdorff, Angelika: „Du bist nicht so wie andere Mütter“. München 2017 (25. Auflage) Hamburg 1992 (1. Auflage)

Wohmann, Gabriele: Ausflug mit der Mutter. München 1998

Sekundärliteratur:

Ahlheim, Rose (Hrsg.): Johanna Haarer/Gertrud Haarer: Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind. Die Autobiografien der erfolgreichsten NS-Erziehungsexpertin und ihrer jüngsten Tochter. Hannover 2012

Badinter, Elisabeth: Die Muttterliebe. Geschichte eines Gefühls vom 17. Jahrhundert bis heute. München 1981

Bisig-Theiler, Anita: Wege zu einem besseren Miteinander innerhalb der Mutter-Tochter-Beziehung im Erwachsenenalter. Masterarbeit. Schaffhausen 2013

Cornejo, Renata: Das Dilemma des weiblichen Ich. Untersuchungen zur Prosa der 1980er Jahre von Elfriede Jelinek, Anna Mitgutsch und Elisabeth Reichart. Wien 2006 (Praesens Verlag)

Hartl, Judith: Repräsentationen autonomer Mutterschaft aus der Perspektive biografischer Selbstdeutung: Frauen mit Behinderung erzählen. Masterarbeit Universität Wien 2014

Interdisziplinäre Forschungsgruppe Frauenforschung in Bielefeld (Hrsg.): LA MAMMA! Beiträge zur sozialen Institution Mutterschaft. Köln 1989

Kraft, Helga/Liebs, Elke (Hrsg.): Mütter-Töchter-Frauen. Weiblichkeitsbilder in der Literatur. Stuttgart 1993

Lackner, Susanne: Zwischen Muttermord und Muttersehnsucht. Die literarische Präsentation der Mutter-Tochter-Problematik im Lichte der écriture féminine. Dissertation Universität Nimwegen 2002. Würzburg 2003

Matt, Peter von: Verkommene Söhne, mißratene Töchter. Familiendesaster in der Literatur. München, Wien 1995 (Hanser Verlag)

Mead, Margaret: Jugend und Sexualität in primitiven Gesellschaften. Bd. 3. München 1980

Ölke, Martina: „Lebensvernichtungsgespräche“? Schreiben „ìm Namen der Mutter“. (Karin Struck, Gabriele Wohmann, Anna Mitgutsch) In: FreiburgerFrauenStudien 1/00, http://www.budrich-journals.de

Roebling, Irmgard/Mauser Wolfram (Hrsg.): Mutter und Mütterlichkeit. Wandel und Wirksamkeit einer Phantasie in der deutschen Literatur. (Festschrift für Verena Ehrich-Haefeli). Würzburg 1996 https://books.google.at/books?id=OpdF_YVOdOVC

Sanna, Simonetta: Nazi-Täterinnen in der deutschen Literatur. Die Herausforderung des Bösen. Frankfurt am Main 2017 (Peter Lang Edition)

Schlicht, Corinna: Das Narrativ ‚natürlicher‘ Mutterliebe und Mütterlichkeit in Literatur und Film. In: GENDER Heft 1/2016, S. 108-123

Thurer, Shari: Mythos Mutterschaft. Wie der Zeitgeist das Bild der guten Mutter immer wieder neu erfindet. München 1997

Umele, Sigrid: Zur Geschichte der Kindheit in Österreich. Von den frühen Anfängen des Mittelalters bis zur Gegenwart. Diplomarbeit Alpen-Adria-Universität Klagenfurt 2011

Vinken, Barbara: Die deutsche Mutter. Der lange Schatten eines Mythos. Frankfurt am Main 2007

Walker, Barbara G.: Das geheime Wissen der Frauen. München 1995

23.04.2022: Das Barockbaumeistermuseum im Kurathus in Au-Rehmen

„Dass man um Großes zu bewegen, nicht in Metropolen wie Wien, Mailand oder Rom geboren werden muss, haben die Vorarlberger Barockbaumeister eindrucksvoll bewiesen“, diese Aussage wurde von Frau Bernadette Rüscher in ihren Schilderungen über die Auer Zunft immer wieder bestätigt. Die heutige bauhandwerkliche Qualität kann im renovierten Museumsgebäude auf Schritt und Tritt erlebt werden. Im Gasthaus Löwen konnte man das trationelle Erbe im Hinteren Bregenzerwald nachvollziehen.

08.04.2022: Am Rand. Zusammen leben in der Untergass‘ – Ausstellung

Die Ausstellung „Am Rand. Zusammen leben in der Untergass‘“ erforscht Haus- und Lebensgeschichten dieses Stadtteils und schärft gemeinsam mit dem Hohenemser Fotografen Dietmar Walser den Blick für den städtischen Raum und den urbanen Wert des Bestandes. Ein Danke an Elisabeth Bitschnau für die Führung.

25.03.2022: Ein Abend mit dem Hohenemser Kunstkritiker

Mag. Wolfgang Ölz führt uns durch die Kunstwelt Vorarlbergs. In einleitenten Worten erläutert er historische und zeitgenössische Entwicklungen in der Malerei – von der Höhlenmalerei bis zur Moderne. An Hand von Bilddokumenten wird die Vorarlberger Kunstszene betrachtet. Resümee: Bei einer Kunstbetrachtung muss ein Funke überspringen!

Eine kleine Auswahl (bereitgestellt vom Vortragenden)