Jubiläen und Gedenktage aus der Hohenemser Geschichte 2020

Zusammengestellt von Norbert Peter

Um 1180 – Vor 840 Jahren

  • Staufische Anfänge in Hohenems nachweisbar. In einer undatierten Urkunde jener Zeit wurden „Ruodolphus und Gozwinus de Amides“ als Ministeriale des Herzogs Friedrich von Schwaben genannt. Die Burg Alt-Ems bildete damals ein wichtiges Glied in den Auseinandersetzungen zwischen Staufern und Welfen.

1195 – Vor 825 Jahren

  • Der geblendete normannische Königssohn Wilhelm III. von Sizilien wurde auf Befehl des Kaisers Heinrich VI. auf Burg Ems eingekerkert.

Um 1270 – Vor 750 Jahren

  • Vier Mitglieder einer Emser Seitenlinie nannten sich nach ihrem Besitztum „Adimainfirst“. Dieser Name ist bis in die Gegenwart mit der Bezeichnung des Hügels „Einfirst“ erhalten geblieben.

Um 1290 – Vor 730 Jahren

  • Die Schildhuben (Schildhöfe) in Schwarzenberg und Bizau kamen zur Burghutvon Ems.

1295 – Vor 725 Jahren

  • Ulrich I. von Ems wurde geboren. Begründer der emsischen Territorialhoheit.

1345 – Vor 675 Jahren

  • Zum Kriegszug Ludwigs des Bayern gegen die Grafen von Montfort-Feldkirch öffnete Ulrich I. gegen 100 Mark Silber den kaiserlichen Truppen die Burg Ems.

1350 – Vor 670 Jahren

  • Stiftung und Dotierung einer Kapelle im Dorf Ems durch Ulrich I. und Adelheid von Rorschach zu Ehren der Hl. Katharina, Hl. Margarethe, des Hl. Christophorus und Hl. Erasmus.

1395 – Vor 625 Jahren

  • Ritter Ulrich II. von Ems erwarb die Pfandherrschaft über Lustenau und den dortigen Reichshof.
  • Ulrich II. kaufte den großen und kleinen Zehent des Kirchensatzes der Pfarre Lustenau in Hohenems.

1440 – Vor 580 Jahren

  • Mit Hans Ulrich I. von Ems begann die Dornbirner Nebenlinie durch seine zweite Ehe mit Adelheid von Ellerbach.

1445 – Vor 575 Jahren

  • Hans Ulrich I. war gezwungen, seinen Wohnsitz, die Burg Neu-Ems, mit ansehnlichen Gütern um 4.000 Gulden an Herzog Sigismund zu versetzen und musste in alten Tagen fern der Heimat in Tirol seinen Lebensunterhalt suchen.

1490 – Vor 530 Jahren

  • Erhebung von Hohenems zur eigenständigen Pfarre mit Hilfe des Konstanzer Domherrn Hugo von Hohenlandenberg, einem Verwandten Merk Sittichs I. Der Rhein wurde eidgenössische Hoheitsgrenze.

Um 1500 – Vor 520 Jahren

  • Dr. Jakob Jonas wurde im damaligen Schwefelbad geboren. Er war der Sohn des emsischen Leibeigenen Lienhard Jon und der Klara Benzerin. Er studierte in Tübingen die Rechtswissenschaften, war namhafter Professor für Griechisch und Hebräisch. Aufgrund seiner Verdienste wurde er 1541 von Kaiser Karl V. geadelt. Er nannte sich fortan Junker von Buch und Udelberg. Ab 1544 war er Vertrauter, Berater, Begleiter und Vizekanzler des späteren Kaisers Ferdinand I.

1560 – Vor 460 Jahren

  • Kaiser Ferdinand I. erhob die Ritter von Ems in die Reichs- und erbländische Grafenwürde, ihre Herrschaft Ems, Schlösser und das Haus Hohenems mit allen Zugehörungen zu einer Reichsgrafschaft.

1570 – Vor 450 Jahren

  • Kardinal Karl Borromäus, Erzbischof von Mailand, machte während einer Visitationsreise durch die ihm unterstehenden Gebiete in der Schweiz einen Abstecher zu seiner Stiefschwester Hortensia Borromea und verweilte mehrere Tage auf Schloss Alt-Ems. Bei dieser Gelegenheit ermahnte er den Emser und Ebniter Pfarrer wegen ihres liederlichen Lebenswandels.
  • Fertigstellung der im Stil der einfachen Renaissance errichteten „Hannibalkirche“ zu Ehren Unserer Lieben Frau Maria Himmelfahrt durch Graf Jakob Hannibal I.

Fenster-Chronik2020

Karl Borromäus besucht seine Schwester in Hohenems. (Detail aus dem Glasfenster
„St. Karl“ im Chor der Pfarrkirche, von Albert Rauch, 1951)

1595 – Vor 425 Jahren

  • Graf Kaspar ließ im Andenken an seinen Vater die Kapelle zu Unserer Lieben Frau im Schwefel errichten. Sie ist das älteste in Hohenems erhaltene kirchliche Gebäude.

1620 – Vor 400 Jahren

  • Wegen zunehmender „Leibesindisposition“ gingen die Vogteien Feldkirch und Neuburg an Graf Kaspars ehrgeizigen Sohn Jakob Hannibal II. über.
  • Graf Jakob Hannibal II. bot im Einverständnis von Graf Kaspar der in Geldnöten befindlichen Innsbrucker Regierung ein Darlehen von 100.000 Gulden an, wofür er die Herrschaftsrechte über die habsburgischen Besitzungen zwischen Luziensteig und Bodensee verlangte. Die österreichischen Beamten diesseits des Arlbergs sprachen sich aus vielerlei Gründen dagegen aus, und die politischen Ereignisse kurze Zeit später besserten die Situation der Habsburger, sodass sie auf ein solches Darlehen nicht mehr angewiesen waren.

1645 – Vor 375 Jahren

  • Fertigstellung der im Auftrag von Hofmeister Jakob Hannibal Berna von Steinach errichteten Friedhofskapelle St. Anton.

1650 – Vor 370 Jahren

  • Graf Karl Friedrich erließ ein „Mandat gegen das verfluchte Laster der Hexerei“.
  • Franziska Katharina von Hohenzollern-Hechingen, die Mutter des Grafen Karl Friedrich, stiftete mit 200 Gulden für die Pfarrkirche die früher sehr beliebten Roratemessen.

1660 – Vor 360 Jahren

  • Graf Karl Friedrich verbot die Spinnstubenunterhaltung, das Würfelspiel, Tabaktrinken und anderes, um die Moral in Hohenems zu heben und die Nachahmung französischer Mode und Sitten einzuschränken.

1760 – Vor 260 Jahren

  • 360 preußische Soldaten, darunter 21 Offiziere, die im Siebenjährigen

Krieg in österreichische Gefangenschaft geraten waren, wurden in die Festung Alt-Ems verlegt, die zu diesem Zweck notdürftig hergerichtet wurde.

  • Felssturz vom Breitenberg

1770 – Vor 250 Jahren

  • Baubeginn der Synagoge nach Plänen von Peter Bein.
  • Kapelle St. Karl wurde durch den Baumeister Peter Bein auf Kosten von Maria Rebekka von Harrach umgestaltet.
  • Feuerwehrhaus

Die Hohenemser Synagoge um 1900 (© Uri Tänzer)

1780 – Vor 240 Jahren

  • Neubau des abgebrannten Pfarrhofs vollendet.

1800 – Vor 220 Jahren

  • Im Gefolge des 2. Koalitionskrieges kam es im Unterklien zu Gefechten mit französischen Truppen.
  • Französische Soldaten raubten und plünderten im Schwefelbad und besonders im gräflichen Palast kostbare Gemälde und Kunstwerke.

1820 – Vor 200 Jahren

  • Abbruch des Kirchturmhelms wegen Einsturzgefahr. Allgemeine Not der Pfarrbürger verhinderte die baldige Neuerrichtung.

1860 – Vor 160 Jahren

  • In diesem Jahr endete die Verwendung des Palastes als Kaserne.

1870 – vor 150 Jahren

  • Ein Felsblock und mehrere kleine Steinblöcke stürzten vom Schlossberg

bis zur Pfarrkirche.

  • Hochzeit von Graf Clemens von Waldburg-Zeil mit Clementine Prinzessinvon Öttingen-Spielberg.

1890 – Vor 130 Jahren

  • Letzte Überschwemmung des Rheins durch Bruch des Dammes im Gebiet

des heutigen Erholungszentrums „Rheinauen“.

  • Gründung der Marianischen Jünglingskongregation

1895 – Vor 125 Jahren

  • Schwimmbad am Schellenbühel errichtet.
  • Gründung des Katholischen Arbeitervereins

1920 – Vor 100 Jahren

  • Gründung des Orchestervereins

1930 – Vor 90 Jahren

  • Eröffnung der Straße Hohenems – Diepoldsau
  • Einbau einer neuen Orgel mit 33 Registern in der Pfarrkirche St. Karl

1940 – Vor 80 Jahren

  • Verbot der Pfarrjugendstunden durch die NS-Behörden

1945 – Vor 75 Jahren

  • Beim Einmarsch der Franzosen und Marokkaner wurden am Nordeingang der Gemeinde drei Wohnhäuser durch Beschuss zerstört und mehrere beschädigt.
  • Die Gemeinde errichtete bis 1951 eine Materialseilbahn von der Alpe Garnitzaüber die Alpe Gävis auf die mit Hohenemser Vieh bestoßenen Alpen

Vordermellen, Hintermellen und Süns.

1950 – Vor 70 Jahren

  • Eröffnung der neuen Volksschule in Emsreute
  • Inbetriebnahme des Pumpwerks beim Alten Rhein

1970 – Vor 50 Jahren

  • Grundsteinlegung für die Kirche St. Konrad
  • Renovierung der Kapelle St. Josef in Unterklien
  • Neue Orgel für die Kapelle St. Rochus in Emsreute
  • Der dritte Kindergarten wurde provisorisch im ehemaligen Gasthaus

„Mohren“ eingerichtet.

  • Gründung der Rettungsabteilung Hohenems
  • Gründung der Einsatzgruppe Hohenems der Naturwacht

1980 – Vor 40 Jahren

  • Eröffnung des Altenwohnheims auf dem Grundstück des früheren Gasthauses „Freschen“.FreschenGasthaus                         Gasthaus „Freschen“ (um 1925). Die letzte Besitzerin Berta Huber vermachte 1975 der Gemeinde das ganze Areal zweckgebunden für den Bau eines Altenwohnheimes.

1990 – Vor 30 Jahren

  • Windwurfkatastrophe in den Hohenemser Waldgebieten im Ausmaß von etwa 40.000 Festmeter Nadel- und Laubholz.
  • Die Bevölkerung lehnte in einer Volksabstimmung die Errichtung einerAutobahn-Raststätte in der Nähe des Erholungszentrums Rheinauen ab.
  • Die Österreichische Postverwaltung gedachte des in Hohenems geborenen

Erneuerers des Synagogengesangs, des Oberkantors Salomon Sulzer, mit einer Sonderbriefmarke.

  • Gründung des Kammerorchesters Arpeggione
  • Gründung des Vereins „Ringareia“

2000 – Vor 20 Jahren

  • Murenkatastrophe verwüstete die Parzelle Belzreute.
  • Eröffnung der Autobahn-Raststätte
  • Ehrennadelträger Direktor Josef Giesinger gestorben

2005 – Vor 15 Jahren

  • Beginn der aktuellen Restaurierungsarbeiten an der Ruine Alt-Ems
  • Eröffnung des Salomon-Sulzer-Saals
  • Umbau der Turnhalle zum Markus-Sittikus-Saal
  • Eröffnung der Dreifach-Turnhalle an der Sportmittelschule Markt
  • Kreisverkehr im Schwefel mit Skulptur von Gottfried Honegger
  • Brand des Gutsbetriebs „Rheinhof“Sittikus-Saal        Markus-Sittikus-Saal: Die 1913 errichtete Turnhalle wurde von der Schubertiade grundlegend renoviert und in einen Kammermusiksaal erster Güte verwandelt.

2010 – Vor 10 Jahren

  • Fertigstellung der Zentrumsumfahrung, Neutrassierung der L190
  • Ausweitung des Emsbachs am Schlossplatz mit Emsbachstufen aus Wachenzeller Dolomit
  • Umbau des Gasthofs „Löwen“ und Generalsanierung des Saals
  • P. Christian Feurstein wurde zum Abt vom Stift Rein bei Graz geweiht. Er ist nach längerer Krankheit 2017 gestorben.
  • Das Hohenemser Kulturfest „emsiana“ wurde gegründet.
  • Biomasse-Heizwerk in Betrieb genommen
  • Kindergarten im Schlossbergpark und im Kidla eröffnet
  • Eröffnung des Literaturhauses „Schanett“

2015 – Vor 5 Jahren

  • Beendigung der Asphaltierungsarbeiten an der Schuttannenstraße

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