Kurzinhalt: Barbara Wötzlin

barbara-wotzlinRichard Benzer – Barbara Wötzlin

1981

Aus dem Vorwort:
…”Vor etlichen Jahren hat mir Herr Landesoberarchivar Dr. Ludwig Welti einige Abschriften aus den Protokollen der Hexenprozesse der Grafschaft Hohenems, die im dortigen Archiv liegen, gezeigt, wofür ich ihm heute noch zum Dank verpflichtet bin. Ihre Lektüre war äußerst interessant und hat in mir einen tiefen und dauernden Eindruck hinterlassen. Etwas später hatte ich Gelegenheit, mir im städtischen Archiv in Bregenz Protokolle gleicher Art anzusehen. Allmählich kam mir der Gedanke, das Gelesene irgendwie romanhaft zu gestalten, und langsam formte sich die Idee zu vorliegender Erzählung. Ihre Gestalten sind Menschen, die vor ungefähr dreihundert Jahren in unserer eigenen näheren Heimat, in der hohenemsischen Grafschaft gelebt haben. Mögen ihre Geister aus dem Reich der Schemen auf diese Erde herabsteigen und reden und handelnd, wie sie es taten, als sie noch durch unsere Heimat schritten und Lust und Leid ihr Herz erfüllte. Ich bin kein Historiker und wollte oder konnte keine geschichtliche Abhandlung schreiben. Neben historischen Personen finden sich in dieser Erzählung solche, die ich frei erfunden oder deren Namen ich geändert habe. Aber das Geschehen als solches, besonders der Verlauf des Hexenprozesses, entspricht genau der Wirklichkeit. Vielleicht wird mancher zartbesaitete Leser bei der Lektüre ungläubig den Kopf schütteln und sagen: “Nein, das ist doch nicht möglich, dass die Menschen in einem so schrecklichen und widersinnigen Wahn verfangen und so blutsüchtig sein könnten.”
Und doch ist es grausame Wirklichkeit…”


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